Pfadfindermäuse

(Lars Schwickert)

 

Wäre die neu ernannte Pfadfindermaus Hubert doch von der Weihnachtsfeier direkt nach Hause gegangen. Aber nein, Hubert musste unbedingt die Abkürzung durch den Wald nehmen.

Das an sich war noch nicht fatal, aber dass sie zur Feier zurücklief, nachdem sie einen abgestellten Schlitten mit Rentieren im Unterholz fand, um einen grossen Eimer Glühwein zu holen, erwies sich als der Anfang vom Elend.
Hubert füllte das erste Rentier mit dem Glühwein so dermassen ab, bis das Rentier eine leuchtend rote Nase bekam. Hubert fand es auch noch ganz lustig, als sich das Rentier mit den Hufen an einem Baum festhielt und ein „feuchtes Bäuerchen“ nach dem anderen auf den Boden spuckte. Ernst wurde es erst, als der Weihnachtsmann kam, alles beäugte und sich dann fluchend zu Hubert umdrehte und ihn beim Padfinderehrenwort packte, um ihm zur Strafe die letzte Weihnachtsgeschenketour aufzuhalsen: Honig besorgen.

„Scheiss auf Weihnachten !“, dachte sich nun Hubert, die kleine, jetzt zerstochene und zerschundene, Pfadfindermaus, als sie auf das öffnen der Türe wartete, um ihr Geschenk, ein Töpfchen Wildbienenhonig, abzugeben.

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